Philipe Jordan nach fulminantem Symphoniker-Konzert geehrt
Bundestheaterchef Christian Kircher überreichte dem Dirigenten nach einem Abend im Wiener Konzerthaus das Ehrenkreuz für Verdienste um die Republik österreich. 1. Klasse. Die Laudatio hielt Konzerthaus-Intendant Matthias Naske — und Wiens Publikum jubelte dem Dirigenten zu; nicht zuletzt nachdem Kircher seine Zeit an der Staatsoper erwähnte…
Das war ziemlich pikant, war doch der Vertrag des Ex-Generalmusikdirektors der Staatsoper vom amtierenden Direktor des Hauses nach kritischen Anmerkungen des Dirigenten zu diversen Neuinszenierungen nicht verlängert worden,
„Gute Nacht, Europa!“
„Trump bricht alle Regeln“, „Quergeschrieben“ v. R. Schwaiger, 7.1. Frau Schwaiger spricht es richtig und, fast möchte man sagen, mutig an! Man hätte in Europa entschiedener auf die Entführung von Nicolás Maduro reagieren müssen. Vor allem im Hinblick auf die weiteren Drohungen Trumps gegen Kolumbien und Kuba und seine wilde E...
sinkocharts. DIE AUFREGENDSTEN AUFNAHMEN VON BEETHOVENS »NAPOLEON«-SYMPHONIE. GLEICH HÖREN…
Beethovens Eroica darf man mit einigem Recht als die erste wirklich große Symphonie der Musikgeschichte nennen - ab diesem Moment, so hat es der Wiener Kulturphilosoph Hans Weigel einmal formuliert, durfte kein Komponist mehr eine Symphonie Nummer soundsoviel schreiben, sondern es mußte jede Symphonie eine ganz bestimmte Symphonie sein.
Die Widmung an Napoleon hat Beethoven anläßlich der Kaiserkrönung ausgekratzt.
In der Sinkothek finden sich zwei herausragende Aufnahmen dieses Werks, die aus unterschiedlichen, ja einander entgegengesetzten Position die formalen und inhaltlichen Dimensionen des Werks ausloten: Aus der "Romantischen Perspektive" Wilhelm Furtwängler, dessen Interpretation von bewegendem Zuschnitt ist, aus der "modernen" Hermann Scherchen, der ein neues Zeitalter einläutete: Brisanter hat dieses ja durch und durch politische Musik wahrscheinlich nie geklungen. Die beiden Versionen setzen Wegmarken - wer sie gehört hat, wird, dessen Ansprüche an Dirigenten bleiben künftig hoch...
Neujahrskonzert 2026. Die karnevalesken Einlagen nahmen unter der Leitung des Kanadiers Yannick Nézet-Séguin kuriose Ausmaße an. Doch wurden auch ungewöhnlich viele poetische, zarte Töne hörbar.
Das haben wir noch nie erlebt. Zwar ist es seit geraumer Zeit üblich, dass die Dirigenten des Wiener Neujahrskonzerts dem Publikum im Großen Musikvereinssa...
Clemens Krauss dirigiert die Wiener Philharmoniker – Livemitschnitt vom 1. Jänner 1954
Von den legendären Auftritten des Neujahrskonzert-Gründers, Clemens Krauss zum wienerischen Jahresbeginn, ist leider nur ein einziger Livemitschnitt erhalten. Der hat es aber in sich. Es handelt sich um das letzte der von Krauss dirigierten Walzerkonzerte. Der schlechten Tonqualität des alten Rundfunkbandes zum Trotz: Man sollte das gehört haben, bevor man bei der Frage mitredet, wer am 1. Jänner in Wien Walzer dirigieren darf, wer nicht – und was es mit der Wiener Spieltradition auf sich hat…
Bereiten Sie sich schon vor, am Heiligen Abend »Stille Nacht« zu singen? Dann sollten Sie vorab unseren jüngsten Podcast »Klassik für Taktlose« hören, um zu wissen, was dahinter steckt…
Wenn es so weitergeht, verlieren wir nicht nur die Kammeroper
Eine Petition kämpft um den Erhalt von Wiens kleinstem Opernhaus. Auch die größeren kommen bald in Bedrängnis. Nicht nur wegen des Geldes.
Eine Online-Petition kämpft dagegen an, aber es dürfte beschlossen sein: Die Kammeroper schließt in der Saison 2026/27. Daß sie je wieder auf...
Man lernt nie aus! Giovanni Pierluigi da Palestrina war der führende Komponist der Renaissance, das hat man früher in der Schule erfahren und die jüngere Generation kennt den Namen, weil auch die Musik dieses Meisters dank der Originalklang-Spurensuche wieder öfter erklingt. Für unsereins war »Palestrina« eine Oper, oder besser: eine »Musikalische Legende« aus der Feder von Hans Pfitzner, Musiktheater für Kenner – zuletzt dank Christian Thielemann wieder im Fokus.
Aber jetzt erschien im CD-Handel und bei Streaming-Diensten eine weitere künstlerische Auseinandersetzung mit dem bedeutenden Komponisten: Carl Loewe, Freunden des Liedgesangs vielleicht wegen seiner Balladen noch namentlich bekannt, hat ein Oratorium über Palestrina geschrieben.
Aigul Akhmetshina, spätestens seit ihrem fulminanten Auftritt als Adalgisa an der Seite von Asmik Grigorian unter Wiener Opernfreunden eine lebende Legende, sang im Abonnementkonzert der Tonkünstler im Wiener Musikverein zwei klangmächtige Liederzyklen und verströmte ihre Stimme in betörender Weise. Man lauscht und genießt die pure Schönheit eines satten, in allen Lagen samtweichen und ausdrucksstarken Mezzos – und kann bei dieser Gelegenheit überdies zwei wenig bekannte Werke der musikalischen Spätromantik entdecken: Liederzyklen von Edward Elgar und Ernest Chausson. Noch steht die Aufzeichnung auf Abruf auf der Ö1-Internetplattform bereit!
… und bleibt die ideale Einstiegsdroge für die immer noch sogenannte »Neue Musik«.
EIN PODCAST zum Jahrestag der Uraufführung dieser Ikone der Moderne, an dem in Alban Bergs Heimatstadt Wien genau nichts passiert, in Berlin aber Christian Thielemann – erstmals in seiner Karriere! – im Uraufführungshaus, der Deutschen Staatsoper »unter den Linden« eine Neueinstudierung der Inszenierung von Andrea Breth dirigiert. Ein spannendes Dirigenten-Debüt im Gedenken an die von Erich Kleiber gegen heftige Widerstände durchgesetzte Premiere vom 14. Dezember 1925, die Bergs internationalen Ruhm begründete.