Alle Beiträge von sinkothekar

Anja Silja

Anja Silja auf allen Wiener Bühnen Im Gespräch. Über die Freuden der Großmutterrolle, die Kunst, gegenüber mediokren Regisseuren subversiv zu wirken und Novitäten, die der Stimme zu hoch oder zu tief liegen.

Anja Silja kehrt in den kommenden Wochen auf zwei Wiener Bühnen zurück: Im Theater an der Wien verkörpert sie, wie schon bei der Bregenzer Uraufführung, die Großmutter in Heinz Karl Grubers Vertonung der "Geschichten aus dem Wienerwald" von Ödön von Horvath. An der Staatsoper wirkt sie an einer Gala mit, in der Neill Shicoff sein 40-Jahr-Bühnenjubiläum im Haus am Ring zelebriert.

Dass die Silja bei der Shicoff-Ehrung dabei ist, hat einen ironischen Zug. Diese findet nämlich am 3. Mai statt, genau 56 Jahre und einen Tag nach dem Staatsoperndebüt Anja Siljas, die damit auf eine bedeute...

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Angela Denoke

Die Jenufa könnte ich nach wie vor singen" Im Gespräch. Angela Denoke, demnächst in Partien von Schostakowitsch, Wagner und Hindemith an der Wiener Staatsoper zu erleben, denkt über Emotionen in moderner Musik nach und frischt Erinnerungen an erste Engagements auf.

Ein wenig angeschlagen ist sie noch am Beginn der Proben: "Ja, die Grippe hat mich erwischt, wie so viele Kollegen auch. Und sie scheint mir heuer besonders hartnäckig." Am Sonntag will Angela Denoke freilich wieder mit vollem Elan ans Werk: Mit Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" beginnt eine Serie von Staatsopern-Aufführungen mit der Künstlerin, die sie von höchst unterschiedlichen Seiten zeigen wird.

Auf Schostakowitsch folgt Wagner - im österlichen "Parsifal" ist Denoke wieder die Kundry -, gegen Ende der Spielzeit ...

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Pereira in Mailand

Alexander Pereiras Rezepte für die Scala Im Gespräch. Eben wurde der Vertrag des Mailänder Opernintendanten bis 2019 bestätigt. Der österreichische Manager erzählt über Nöte und Notwendigkeiten des Kulturbetriebs und das junge Publikum im Land, in dem Oper erfunden wurde.

Alexander Pereiras Vertrag als Opernintendant der Mailänder Scala wurde verlängert. Genau genommen: Der Aufsichtsrat des Hauses hat beschlossen, dass der Sovrintendente so lang im Amt bleiben darf, wie ursprünglich abgemacht, nämlich bis 2019.

Im Vorfeld der Amtsübernahme im Herbst des Vorjahres hatte es Meinungsverschiedenheiten gegeben: Pereira hatte als Intendant der Salzburger Festspiele mit dem designierten Intendanten der Scala, also mit sich selbst, ausgemacht, dass es Übernahmen von Salzburger Produktionen nach ...

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Sebastien Rouland

Ein Maestro, der Musik und Theater gleichermaßen liebt Im Gespräch. Der junge französische Dirigent Sebastien Rouland debütiert mit Offenbachs "Pariser Leben" in Wien. Im Vorfeld der Volksopern-Premiere (am 21. 2.) erzählt er, wie ihn seine Leidenschaft für die Musik aus der Pariser Vorstadt über einen Platz am Cellistenpult in die Opera führte. In der Vorankündigung steht: der Offenbach-Spezialist Sebastien Rouland. Ich fühle mich sehr geehrt. Aber ich bin so wenig Offenbach-Spezialist wie ich Gluck-Spezialist oder Wagner-Spezialist bin. Ich versuche einfach, ein guter Dirigent zu sein."

Sebastien Rouland hat sich tatsächlich schon ein viel breiteres Repertoire erobert, als ein flüchtiger Blick auf die Spielpläne lehrt. Natürlich engagieren Intendanten einen jungen Franzosen gern für Gou...

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Der keusche Joseph lockt wieder

Der keusche Joseph lockt wieder 30. Jänner 2015 Es war einer der spektakulärsten Erfolge in der jüngeren Wiener Ballettgeschichte: Die Premiere von John Neumeiers Choreografie zu Richard Strauss' "Josephslegende" vergisst gewiss niemand, der sie erleben durfte. Die gertenschlanke, groß gewachsene Judith Jamison und der zarte, introvertierte Kevin H...

 

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Lucias Wahnsinn hat jetzt Methode

Lucias Wahnsinn hat jetzt Methode 28. Jänner 2015 Österreichische Musikfreunde werden erstaunt sein: Diana Damrau, die der Salzburger Mozartwoche für kommenden Samstag krankheitshalber abgesagt hat, sang am Montagabend in der Bayerischen Staatsoper die "Lucia di Lammermoor". Freilich war in München zu erfahren, dass die Künstlerin während der Probe...

 

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Zwischen töne – Was ein Berliner Hotelportier alles können soll

Zwischen töne - Was ein Berliner Hotelportier alles können soll 26. Jänner 2015 Die Berliner Philharmoniker suchen einen neuen Chefdirigenten. Einst Deutschlands unangefochtene Nummer eins, hat das Orchester mittlerweile im eigenen Land heftig Konkurrenz zu spüren bekommen. Dank exquisiter Chefdirigenten von Maazel bis Jansons konnte das Symphonieo...

 

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Waldemar Kmentt

NACHRUF Wiens Tenor-Psychologe Als Mitglied des legendären Wiener Ensembles sang der 1929 geborene Wiener fast 1500 Mal in der Staatsoper: von bedeutenden Porträts wie Offenbachs Hoffmann bis zu Kleinstpartien. Er starb am Mittwoch. Seinen ersten großen Auftritt feierte der Wiener Tenor als 21- Jähriger. 1950 akzeptierte ihn Karl Böhm als Solisten in einer Aufführung von Beethovens Neunter. Was das für die Reputation des gerade erst der Akademie entschlüpften Sängers bedeutet, kann heute kaum noch jemand ermessen.Böhm hasste es, mit jungen, unerfahrenen Künstlern zusammenzuarbeiten. Umso schwerer wog sein Urteil über diesen Wagemutigen: Ein h...

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