JUNGE MUSIKER – MUSIK IN SCHULEN UND ALTERSHEIMEN – FÜHRUNGSPOSITIONEN IM ORCHESTER – PRIVAT FINANZIERT
Humanistische und pädagogische Ziele verfolgt der ungarische Dirigent Ivan Fischer mit der Neugründung einer Orchesterakademie im Verband seines Budapest Festival Orchestra. 16 Spieler wurden aus über 400 Bewerbern ausgewählt und werden neben ihrer Arbeit im Orchester auch in ganz Europa kammermusikalisch aufspielen – auch und vor allem in Spitälern und Altersheimen oder bei Jugendprojekten in Schulen.
MUSIK IN DIE SPITÄLER
Fischers Ziel ist es, Musiker, die künftig vermutlich führende Positionen in den internationalen Orchestern besetzen werden, als Kammermusiker mit sozialer Verantwortung für die Öffentlichkeit um die Welt zu schicken. Natürlich gibt es für die Studenten auch musikalische Meisterkurse. Doch darüber hinaus werden sie in diversen Staaten der EU in Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen musizieren, um Musik zu den Bedürftigsten bringen, die Konzertsäle nicht (mehr) besuchen können.
16 junge Musiker aus 12 Ländern wurden aus über 400 Bewerbern gekürt. Sie sind ab Oktober 2024 Mitglieder des Budapest Festival Orchestra und damit Erfahrungen im regelmäßigen Orchesterbetrieb in Budapest, aber auch auf Reisen sammeln.
PRIVATES MÄZENATENTUM
Ivan Fischer hat bei der Präsentation des Projekts auch die Gewinner der Ausscheidungsbewerbe und ihre künftigen Positionen benannt. Vorerst bekommen die Musiker Verträge auf ein Jahr, die aber nach Möglichkeit verlängert werden sollen. Fischer selbst und einige Mäzene – etwa die Sylvia Toth Kunst- und Kulturstiftung – finanzieren das außergewöhnliche Projekt. Eine Spendenkampagne wendet sich an Interessenten, die dieses Konzept gern mittragen würden.
Ivan Fischer:
Wir suchen Einzelpersonen und private Stiftungen, die unsere Leidenschaft und Sorge um die Zukunft der Musik in Europa teilen.
Die ersten Mitglieder der Akademie
Birgit Katriin (Estland, Violine), Barbora Butvydaite (Litauen, Viola), Lucrezia Costanzo (Italien, Violine), Máté Harangozó (Ungarn, Horn), Salomé Harth (Deutschland, Oboe), Gergely Janák (Ungarn Baßposaune), Tonka Javorovic (Kroatien, Violoncello), Bálint Keresztesi (Ungarn, Tuba), Éva Kóbor (Frankreich/Ungarn, Violine), David Moosmann (Deutschland, Violine), Jenő Puporka (Ungarn, Kontrabaß), Hattie Quick (UK/Neuseeland, Viola), Alexey Ychkin Rußland/Griechenland, Violine), Alejandro Viana Herreros (Spanien, Violoncello), Ziv Wainer Bobrowicz (Rußland/Israel) Fagott), Solvejg Wilding (Schweiz, Violine).