Groissböck singt den Wotan nicht!
Quasi im letzten Moment hat der österreichische Baßbariton Günther Groissböck entschieden, die Partie des Wotan in Wagners Ring des Nibelungen doch nicht in sein Repertoire aufzunehmen. Die Meldung kam knapp eine Woche vor der konzertanten Aufführung der Walküre bei den Bayreuther Festspielen, jener Produktion, die von Hermann Nitsch mit einer künstlerischen Aktion »ausgestattet« wird. Gründe gab der Sänger nicht bekannt. Doch wäre geplant gewesen, daß er im neuen Bayreuther Ring, dessen Premeiere wegen der Pandemie auf 2022 verschoben werden mußte, alle drei Wotan-Partien singen würde.Parsifal, nur mit Brille!
Eine weitere Meldung aus Bayreuth sorgt für Schmunzeln: 2023 wird ein neuer Parsifal auf dem Grünen Hügel heauskommen. Der amerikanische Regisseur Jay Scheib wird in seiner Inszenierung mit sogenannter »Augmented Reality« arbeiten, also mit Effekten, die das Publikum nur sehen kann, wenn es eine Spezialbrille trägt. Während heuer bei den Festspielen Maskenpflicht herrscht, wird sich in zwei Jahren die Notwendigkeit einstellen, eine Brille zu tragen, um in den Genuß der Regie-Vorstellungen Jay Scheibs kommen.
Er kann inszenieren und programmiereni>
sagt Festspielchefin und Wagner-Urenkelin Katharina.