Kim Borg

1919 - 2000

Kim Borg, in Helsinki geboren, in Stockholm ausgebildet, besaß eine der schönsten Baßstimmen seiner Generation. Sein erster Auftritt im Plattenstudio führte ihn an der Seite des großen Vobilds Boris Chirstoff in der kleinen Partie des Sekretärs Schtschelkalow in die von Isay Dobrowen dirigierte Gesamtaufnahme des Boris Godunow.

In der Folge war Kim Borg vor allem in Aufnahmen unter Ferenc Fricsay im Studio tätig - Zauberflöte (Sprecher), Verdi-Requiem und Rossini-Stabat-mater. Kritiker bemängelten in späteren Jahren, daß Borgs Stimme an Kern und Sicherheit eingebüßt hätte. Frühe Aufnahmen lassen ihn in vollem Saft und Kraft hören, allen voran die bedeutende Einspielung von Mussorgskys Liedern und Tänzen des Todes mit dem Prager Nationalorchester unter Zdenek Chalabala.

Beeindruckend ist Kim Borgs Deutung von Hugo Wolfs späten Michelangelo-Liedern (DG) mit Erik Werba am Klavier.

↑DA CAPO