Roland Batik

* 1951

Begeistert hat er sich in seiner Jugend für die Pop- und Rockmusik seiner Generation. Als Keyboarder wollte er Karriere machen. Studiert hat er unter anderem in Erich Kleinschusters Jazzkasse am Konservatorium der Stadt Wien. Doch prägend wurde die Begegnung mit Friedrich Gulda, bei dem er Stunden nahm und in dessen Concerto for Players and Singers er den Klavier-Part übernahm.

Der Grenzgänger Roland Batik war geboren, der eine Zeitlang am Grenzgänger Friedrich Gulda Maß nahm - und damit, wenn auch aus der anderen Richtung, zu einer Mixtur aus klassischer Musiksprache und Jazz- und Popelementen fand, die er für sich selbst raffiniert anzumischen verstand.

Eine rundum erfreuliche Premiere erlebte Batiks Erstes Klavierkonzert im Dezember 1993 im Konzerthaus.

Rezension vom 4. Dezember 1993
Freuen durfte man sich über Batiks kompositorischen Sieg, der eine bruchlose Entwicklung zwischen Jazzelementen und klassischen Mustern erreicht. Manch einer hat das schon versucht. Selten ist es so perfekt gelungen: Ein expressiver, an klassische Avantgarde anknüpfender Stirnsatz, ein stilles, über einem Paukenostinato zu sanfter Ekstase gesteigertes Adagio und ein schwungvoll heiteres Finale, das aller intendierten Leichtigkeit zum Trotz nicht oberflächlich dahintändelt, weil Batik formal beherrscht gearbeitet hat. Die Balance stimmt. Das überzeugt - und gefällt.

Es wird sich bewähren.

↑DA CAPO

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